Bauchgefühl

Diese Köder bringen dich zum WOW!FISH

Viele Angelmarken werben damit, dass ihr Köder am fängigsten ist. Aber was macht einen guten Kunstköder aus und wie musst du ihn nutzen, damit er dir auch wirklich die Fische bringt, die du fangen willst?

Wenn drei Hersteller sagen, dass ihr neuester Kunstköder am besten fängt, müssen doch zwangsweise zwei davon lügen – oder? Ich glaube nicht, dass es jemals ein Produkt geben wird, dass alle anderen in den Schatten stellen kann, denn es KANN keinen Universalköder geben. Warum? Das erfährst du hier!

Nicht der Köder fängt die Fische, sondern der Angler. Ein Satz, den du bestimmt schon einmal gehört hast und der wahrer nicht sein könnte. Auch der beste Gummifisch, der teuerste Spinner und der 8-fach lackierte Jerkbait fangen keine Fische, wenn sie nicht vernünftig eingesetzt werden. Viele Faktoren können hierbei eine Rolle spielen. Einige davon sind: Wetter, Beißphase, Gewässer und Jahreszeit. Ein Beispiel: Anfang Februar – draußen ist es kalt, die Sonne scheint. Ich habe einige Jerkbaits am Start und probiere einen nach dem anderen an meinem Hausgewässer aus. Leider ohne Erfolg! Dabei halte ich mich doch an die Bedingungen? Es ist tiefster Winter, die Hechte wollen große Köder, die langsam geführt werden, so wurde es mir beigebracht also kurbele ich meine großen Jerks ganz langsam ein. Der Misserfolg hat mir dann eine Idee eingebracht: Es ist zwar noch schweine kalt, aber die Hechte müssten von der Jahreszeit her schon in irgendeiner Form mit dem Laichen beschäftigt sein. Und was kann ein Hecht beim Balzgeschäft überhaupt nicht leiden? Richtig, Konkurrenz! Also habe ich mir einen Jerkbait in einem Hechtdekor ans Vorfachende gehangen und diesen sehr aggressiv geführt, um Aufmerksamkeit zu erhalten. Eine Taktik, die mich mit etlichen Hechtbissen belohnt hat!

Solche Taktiken funktionieren manchmal, manchmal aber auch nicht. Am wichtigsten ist bei der ganzen Geschichte eines: das Bauchgefühl. Ich fühle mich extrem viel wohler beim Angeln, wenn ich einen Köder verwende, dem ich vertraue. Dieses Vertrauen kommt zum Großteil nicht dadurch, dass ich mit dem Köder schon gut gefangen habe, sondern aus meinem Bauch heraus – so blöd das auch klingen mag! Der mega Vorteil davon, einen „Vertrauensköder“ zu nutzen ist, dass ich ihn somit auch am häufigsten einsetze. Dadurch bekomme ich mit der Zeit ein bestmögliches Gefühl, wie ich den Köder anbieten kann und lerne schnell alle Facetten des Köders kennen. Außerdem nutze ich mit einem „Vertrauensköder“ die Zeit am Wasser möglichst effektiv. Ich verwende weniger Zeit damit, Gummifische abzumontieren und neue aufzuziehen und kann dadurch mehr Würfe machen und mehr Wasserfläche abangeln. Ich habe mir dadurch angewöhnt, weniger Köder mit ans Wasser zu nehmen, das ganze ist also auch vorteilhaft für diejenigen, die nicht so gerne viel Sachen mit sich rumschleppen möchten, sondern eher sperrlich bepackt ans Gewässer gehen.

Abschließend gilt also zu sagen, dass in vielen Kunstködern das Potential steckt, richtig gute Fische zu verführen. Sie werden aber nur dann zum Top-Köder, wenn man das Beste aus ihnen rausholt, ihre Facetten kennenlernt und ihnen ein hohes Maß an Vertrauen schenkt. Probierts aus!

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